Im vorigen Beitrag habe ich den EPSON DS-410 Scanner vorgestellt. In diesem Beitrag werde ich erläutern, wie ich bei der Digitalisierung von Büchern vorgehe und welche Scaneinstellungen in verwende.
Folgende Themen werden hier behandelt:
- Warum Bücher digitalisieren?
- Wie werden Bücher für das Scannen aufbereitet?
- Welche Werkzeuge werden benötigt?
- Welche Einstellungen sind beim Scannen und Nachbearbeiten zu empfehlen?
- Wie man Bücher vom PDF zum EPUB konvertiert
Ich empfehle EPSON Scanner – einfach deshalb, weil die zur Verfügung gestellte OCR-Engine alles in den Schatten stellt, was ich bisher an OCR-Engines gesehen habe. Die OCR von EPSON ist der Hammer! Richtig gut!
Warum Bücher digitalisieren?
Alte Bücher sind oft stark vergilbt und haben teilweise brüchige Seiten, die sehr empfindlich sein können. Zudem ist der Text – gerade für ältere Menschen – oft zu klein und ohne Lupe kaum zu lesen; insbesondere dann, wenn die Umgebungsbeleuchtung nicht ideal ist.
Wer die Haptik von Papier „braucht“ und sich verweigert, ein Buch auf einem Ebook-Reader zu lesen, wird meinen Beitrag sowieso nicht lesen. Ich kann es verstehen, wenn jemand das Papierbuch bevorzugt. So ein Buch nimmt man gerne in die Hand, und es macht sich gut im Bücherregal, schafft zu gleich eine wohnliche Atmosphäre. Ich sage ganz einfach: „Jedem das Seine!“
Ich persönlich mag das Lesen auf einem Ebook-Reader.
Hier mal ein Vergleich eines Buches auf dem Ebook und als Papierversion:
Mit der Beschäftigung des Digitalisierens wächst zugleich die Neugier auf „alte“ und in Vergessenheit geratene Literatur. Ich habe dadurch bereits einige „Schätzchen“ ausgegraben, auf die ich sonst nie gestoßen wäre. Ich würde nie ein Buch digitalisieren, dass es bereits als Ebook zu kaufen gibt – denn dann kaufe ich lieber das Buch als den Aufwand der Digitalisierung zu betreiben.
PDF vs. EPUB
Ganz wichtig ist das Format der Digitalisierung. Beim Scan eines Buches wird das Ergebnis als PDF ausgegeben. Das ist aber zum Lesen auf einem Ebook-Reader nicht geeignet, da man keine Möglichkeit hat, Schriftgröße und Layout einzustellen. Man kann nur in das Buch hineinzoomen, was nicht anwenderfreundlich ist.
Daher folgt nach dem Einscannen eines Buches immer der Schritt der Konvertierung in das EPUB-Format. Das ist eigentlich der heikelste und zugleich komplexeste Schritt bei der Digitalisierung.
Dienstleister
Wer nur wenige Bücher digitalisieren möchte, wendet sich am besten an einen professionellen Scan-Dienstleister. Diese bieten auch die Konvertierung in EPUB an, was ich jedoch nicht empfehlen würde. Die Konvertierung von PDF zu EPUB sollte man selbst machen, wenn man Wert auf Sorgfalt legt. Die Dienstleister geben sich da häufig nicht besonders viel Mühe und verwenden ungeeignete Programme, sodass das Ergebnis nicht befriedigend ist. So ist zumindest meine Erfahrung. Daher sollte man nur die Digitalisierung in PDF in Auftrag geben und die Konvertierung zu EPUB später selbst übernehmen.
In meinem Falle waren in der EPUB-Datei des Dienstleister noch die Seitenzahlen des PDF enthalten. Das ist ein absolutes NoGo. So ein EPUB mag ich persönlich nicht lesen. Das ist nur eine Sache, die mich besonders gestört hat. Daher mache ich das immer selbst – auch wenn es viel Arbeit ist und viel Zeit in Anspruch nimmt.
Wer die volle Kontrolle über den Prozess behalten möchte und häufiger digitalisiert, macht am besten alles selbst – so wie ich.
Urheberrecht
Man darf urheberrechtlich geschützte Bücher nur für den persönlichen Gebrauch digitalisieren. Rechtlich gesehen muss man den Scanner selbst bedienen und darf das Scannen nicht in Auftrag geben, wenn es sich um ein urheberrechtlich geschütztes Buch handelt. Diese wichtige Einschränkung spricht also für das Do-it-Yourself-Prinzip beim Digitalisieren von Büchern.
Man darf das digitalisierte Buch (also die Datei) nicht weitergeben, auf keinen Internetseiten hochladen oder gar mit anderen teilen.
Werkzeuge
Hier liste ich auf, was man benötigt und (in Klammern) welche Werkzeuge ich verwende.
- Computer (MacBook Pro)
- Dokumentenscanner (EPSON DS-410)
- Papierschneider, der ganze Stapel (300-400 Seiten) schneiden kann (Noname bei ebay)
- Cuttermesser und Stahlschiene sowie eine stabile Unterlage (Alternative, falls man sich keinen großen Papierschneider zulegen möchte)
- Digitale Schiebelehre
- Software zum Scannen (EPSON, bereits im Lieferumfang des Scanners enthalten)
- Software zum Konvertieren von PDF in EPUB (ABBYY FineReader für Mac)
- Software zum Bearbeiten von EPUB’s (Calibre – kostenlos)
Aufbereiten des Buches – Schneiden
Das Buch muss für den Scanvorgang zerstört werden. Wer das nicht möchte, kann ein Buch auch zu einem Dienstleistern senden, der das Buch ohne Zerstörung digitalisiert. Das ist jedoch sehr teuer und wohl nur bei wertvollen Büchern sinnvoll.
Schneidemaschine / Stapelschneider
Wer sich darauf einstellt, häufiger Bücher zu digitalisieren, kommt an einem großen Schneidegerät nicht vorbei. Damit lässt sich ein Buch sehr präzise und schnell schneiden.
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Maschinen, die sich teilweise sehr stark ähneln oder sogar baugleich sind. Für 130 Euro bekommt man schon eine gute Maschine für den Zuschnitt einer Papierstapelstärke von bis zu 400 Blatt Papier bzw. 38mm.
Der Prozess des Schneidens mit einer Maschine ist immer derselbe:
- Man legt das zu schneidende Buch in die Maschine ein und richtet es mit der Führungsschienne aus.
- Man kurbelt den Anpressbalken runter, sodass das Buch gut eingespannt ist und beim Schneiden nicht verrutschen kann.
- Man kontrolliert nochmal, dass das Buch so eingelegt ist, dass ein gerader Schnitt erfolgt. Ggf. muss man nochmal korrigieren.
- Mit der linken Hand löst man den Verriegelungsmechanismus und mit der rechten Hand drückt man den Hebel nach unten bis das Objekt vollständig durchschnitten ist und der abgeschnittene Buchrücken abfällt.
- Nun kurbelt man den Anpressbalken wieder soweit hoch, dass man nun die Buchseiten als Papierstapel aus der Maschine entnehmen kann.
- Den Hebel drückt man wieder ganz nach oben. Der Sicherheitsmechanismus rastet wieder ein, sodass man den Hebel nur dann runter drücken kann, wenn man die Sicherung mit der linken Hand löst.
Das erste von mir bestellte Gerät von Vevor entsprach nicht meinen Vorstellungen. Man muss es erst zusammenbauen, bevor man es nutzen kann. Das Drehrad für die Fixierung ist ziemlich wackelig, und die Ausführung der Führungsschiene ist sehr minimalistisch. Dafür habe ich nur 88 Euro inkl. Versand bei ebay bezahlt. Ich habe mich dann aber doch für eine höherwertigere Maschine entschieden.
Das zweite Gerät ist von „Snyder Line“ und kostet aktuell knapp 130 Euro inkl. Versand. Mit diesem Schneidegeräte bin ich bisher sehr zufrieden. Zudem wurde es bereits vormontiert geliefert. Es hat ein Gesamtgewicht von ca. 16 kg.
Dieses Schneidegerät gibt es baugleich unter den verschiedensten Marken und Typenbezeichnungen – sie haben alle eines gemeinsam: Made in China.
- Synderline Typ PS-A4 (früher: Paintersisters Neuss)
- LMG Opticut 400
- TheLAShop 12″ Heavy Duty Manual Guillotine Paper Cutter Trimmer
- Yescom 12″ Heavy Duty Paper Cutter Trimmer A4
- ….und vermutlich noch viele andere…
Der Schnittprozess beginnt
Beim Schneiden der Bücher geht es darum, den Buchrücken soweit abzuschneiden, dass die einzelnen Seite nicht mehr miteinander verklebt sind. Man muss hier ein gutes Maß finden, wieviel man wegschneidet.
Schneidet man zu viel weg, ist möglicherweise der Text angeschnitten. Schneidet man zu wenig weg, sind die Seiten eventuell noch leicht miteinander verklebt. Man sollte das Schneiden an alten wertlosen Büchern testen, bevor man richtig loslegt.
Ich erläutere hier meine Vorgehensweise.
Wenn man ein gutes Gefühl hat, drückt man den Hebel der Maschine nach unten und zerschneidet das Buch.
Referenzmaß für zukünftige Schnitte festlegen
Wenn der Schnitt perfekt war, kann man sich für zukünftige Buchzuschnitte die Werte notieren.
Wenn man einmal das Referenzmaß für einen perfekten Schnitt festgelegt hat, kann man zukünftig berechnen, wo man die Führungsschiene arretieren muss, damit der Schnitt ebenso perfekt wird.
Wenn also bei einem Buch mit einer Breite von 116,5 mm die Führungsschiene bei 14,0 cm zu arretieren ist, dann ist bei einer Buchbreite von 120,5 mm die Führungsschiene bei bei 14,4 cm zu arretieren. Trotz der Berechnung sollte man sich anschauen, wie der Schnitt verlaufen wird, bevor man den Schnitt ausführt. Eine zweite Chance gibt es nämlich nicht.
Probleme bei Hardcover-Büchern
Bücher mit Hardcover sind etwas schwieriger in der Handhabung als Taschenbücher. Es gibt zwei verfahren, um diese Bücher zu schneiden. Entweder man entfernt das Hardcover mit einem Cuttermesser, oder man legt das Buch samt Hardcover in die Schneidemaschine wie oben gezeigt.
Einige Hardcover-Bücher haben einen abgerundeten Buchrücken, sodass die Seiten in der Breite nicht einheitlich zugeschnitten werden können. D.h., man muss hier genauer darauf achten, dass man keinen Text anschneidet. Das ist jedoch meistens unkritisch, da der Seitenrand zur Buchmitte hin oft breiter ausgelegt ist als bei Taschenbüchern.
Ersatzteile – Messer & Schnittleiste
Sollte das Messer stumpf werden, kann man das nachbestellen. Für meine Maschine von Synderline kostet das Messer knapp 30 Euro.
Die Schnittleiste ist die untere Auflage für das Messer. Sie ist vom Material so beschaffen, dass sie ausreichend stabil ist, ohne dabei der Messerklinge zu schaden; denn diese schneidet bei jedem Schnittvorgang in die Schnittleiste hinein.
Die Schnittleiste ist austauschbar. Allerdings kann man diese sehr effizient nutzen, indem man nach Verschleiß an einer Kante, die anderen drei Kanten benutzt. Und schließlich kann man die Leiste um 180° gedreht einbauen und dann nochmal alle vier Kanten nutzen, sodass man die Leiste so komplett verschleißt (8 Einbaupositionen) bevor man eine neue benötigt. Die Schnittleiste kostet knapp 5 Euro.
Zubehör – Untergestell
Für mein Modell gibt es als Zubehör noch ein Untergestell für knapp 60 Euro und zusätzlich Rollen für das Gestell.
Maschine erläutert
Hier die Anleitung als PDF zum Download.

Schneiden ohne Maschine
Alternativ kann man auch ein Cuttermesser und eine Stahlschiene mit Unterlagen verwenden. Hier bei einem Taschenbuch:
- Man trennt den Umschlag (Cover) vom Taschenbuch per Hand und von einem Hardcover mit einem Cuttermesser.
- Nun reißt man Bündel von ca. 15-20 Seiten aus der geklebten Bindung.
- So hat man mehrere Bündel, bei denen man nun mit einem Cuttermesser die Verklebung wegschneidet, sodass man einzelne Buchseiten hat. Dabei muss man aufpassen, dass man nur einen schmalen Streifen wegschneidet, gerade so viel, dass die Verklebung vollständig entfernt ist.
- Man schneidet entlang der Kante einer Stahlschiene und einer stabilen Unterlage (z.B. ein Holzbrett).
- Zum Schluss hat man das gesamte Buch in Form von einzelnen Seiten als Ergebnis. Diese Seiten lassen sich nun einscannen.
Meine Einstellungen für den Buchscan beim EPSON DS-410
Qualität der Scanvorlage
Die Einstellungen hängen vor allem von der Qualität der Buchvorlage ab. Das Buch sollte möglichst keine Notizen haben und auch keinen Schmutz auf den Seiten. Beim PDF ist das noch verschmerzbar. Aber spätestens, wenn man das Buch von PDF zu EPUB konvertiert, kann jedes Staubkorn zu Verfälschungen im Text führen.
Hat man ein sehr stark gebrauchtes, abgenutztes und verdrecktes Buch, kann es sich lohnen, ein besseres Exemplar auf dem Gebrauchtmarkt (z.B. bookooker) zu erwerben. Denn der Aufwand, den man später betreiben muss, um die EPUB-Datei zu bereinigen, kann unverhältnismäßig hoch sein. Das ändert sich möglicherweise in der Zukunft, wenn bessere Software zur Verfügung steht, die störende Elemente schon beim Scannen beseitigt. Bis dato kenne ich jedoch keine Scansoftware, die das gut beherrscht.
Bei knappem Zuschnitt des Buches
Falls der Rand sehr knapp abgeschnitten ist, sodass die Buchstaben noch geradeso gut zu lesen sind, dann ist es ganz entscheidend, Einstellungen zu wählen, abgeschnittene Buchstaben vermeiden beim Scan vermeiden.
Wenn jedoch Text abgeschnitten wurde, ist das nicht mehr zu retten.
Konvertierung ins EPUB-Format
Die Konvertierung eines gescannten PDF-Dokuments in das Ebook-Reader-freundliche EPUB-Format ist sehr heikel. Es ist ein komplexer Prozess, der zudem sehr fehleranfällig ist. Es gibt verschiedene Programm am Markt, von denen jedoch nur wenige wirklich brauchbar sind. Die besten Erfahrungen habe ich mit dem ABBYY FindReader PDF gemacht.
OCR-Qualität – das Wichtigste
Das Erstellen von Text aus einem PDF hin zum EPUB bedarf immer eines Schrittes: das gescannte PDF muss auf Text analysiert werden.
OCR steht fürOptical Character Recognition, also für optische Zeichenerkennung.
Der Prozess ist folgender:
- Das Dokument wird gescannt
- Das Ergebnis wird vom Scanprogramm als PDF ohne OCR oder als PDF MIT OCR ausgegeben – je nach Einstellung
- Man kann das OCR auch von einem anderen Programm durchführen lassen. Es muss nicht zwangsläufig das Scanprogramm sein.
Damit das gut klappt sind ist bei der Scanauflösung 600ppi und beim Bildtyp Graustufen zu wählen.
OCR ist die Textebene im PDF mit der Konvertierungsprogramme arbeiten. Die Qualität des EPUB-Konverters steht und fällt mit der OCR-Qualität. Um es vorweg zu nehmen: Document Capture von Epson bietet die beste OCR-Qualität von allen Programmen die ich kenne.
OCR braucht Zeit beim Speichern
Bitte nicht wundern, wenn das Abspeichern des gescannten Dokuments bei aktiviertem OCR lange dauert. Das ist normal. Es ist gut, wenn die Engine sauber arbeitet. Die Zeit, die hierbei drauf geht, spart Ihr an anderer Stelle um das mehrfache. Denn nichts ist lästiger, als ein schlecht gescanntes OCR-Dokument zu korrigieren.
Durchsuchbares PDF nicht gleich OCR
Ein gescanntes PDF-Dokument ist in aller Regel durchsuchbar. Der Text lässt sich auch markieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass das PDF eine Textebene enthält, die das Ergebnis eines OCR-Laufs ist.
Das ist ein Missverständnis, das weit verbreitet ist.
OCR-Engines im Vergleich
Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit der OCR-Engine gemacht, die bei meinem EPSON Scanner DS-410 dabei war – allerdings nur in Zusammenarbeit mit der ebenfalls beiliegenden Software „Document Capture“. Das ist ganz wichtig! EPSON SCAN 2 ist OCR betreffend deutlich schlechter. Daher scanne ich meine Bücher ausschließlich mit der Software Document Capture ein. Die OCR-Engine für die EPSON-Software stammt übrigens von der Firma Tungsten und nicht von EPSON selbst.
| OCR-Engine | Preis | Qualität | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| EPSON / Tungsten | beim Scanner dabei | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Tungsten als Einzelprodukt käuflich |
| Apple Vision | in macOS integriert | ⭐⭐⭐⭐ | nur für macOS |
| Tesseract | Open Source | ⭐⭐⭐ | Plattformun-abhängig |
| ABBYY FineReader PDF | 69€ – 165€ (Abo) | ⭐⭐⭐⭐ | Nicht so gut wie EPSON |
Auch die OCR von ABBYY FineRader PDF ist nicht schlecht. Allerdings macht diese OCR für meinen Geschmack zu viele semantische Fehler wie z.B. vom statt vorn (d.h. rn wird oft als m identifiziert). Derlei Fehler kommen leider so häufig vor, dass jedes von ABBYY FineReader konvertierte Buch im Anschluss noch umfangreich korrigiert werden muss.
Wo Apple Vision leider kläglich versagt, ist bei Initialen….wie folgend:

Aus -> Diese Bezeichnung klingt nach einer arrivierten Top-Frau.
macht Apple Vision folgendes ->
Dise Beati riema divers ach n der Tarciterdes Top-Frau.
Apple Vision versagt hier krachend! Das kriegt sogar das Open Source TesserAct besser hin, hier sogar perfekt.
Diese Bezeichnung klingt nach einer arrivierten Top-Frau.
EPUB-Konvertierung
Wenn das PDF um eine Textebene (OCR) ergänzt wurde, folgt der nächste Schritt: die Konvertierung von PDF zu EPUB. Der ABBYY FineReader PDF macht beides – er versieht das PDF mit einer Textebene und führt die Konvertierung zu EPUB durch.
Die Herausforderungen eines EPUB-Konverters:
- Darstellung des Textes in ansprechender Form
- Erkennen von Formatierungen wie kursiv und fett
- Erkennen von Kapiteln und Abschnitten
- Erkennen und entfernen von Seitenzahlen
- Erkennen von Texttrennungen und zusammensetzen in einzelne Wörter
- Erkennen von Absätzen und Vermeidung von Trennungen
Schlichtweg: Der Text sollte in etwas so aussehen wie im original PDF auch, allerdings mit den Vorzügen eines EPUB’s, nämlich, dass man die Textdarstellung an eigene Wünsche anpassen kann:
- Seitenlayout (rechts, links, zentriert, Blocksatz)
- Textart
- Textstärke
- Textgröße
- Zeilenabstand
- Seitenränder
Wer einmal versucht hat ein PDF-Dokument als Buch (kein Comic oder Bilderbuch, sondern ein Roman) auf einem Ebook-Reader zu lesen, der weiß, dass das kein Vergnügen ist;
Eigene App in Entwicklung
Ich bin aktuell dabei, eine Konvertierungs-App names PDF-Epubber zu entwickeln, die vieles besser machen soll als die Konverter, die es am Markt gibt.
Es wird jedoch noch eine Weile dauern bis die App fertig und einsatzbereit ist. Es gab schon viele Testläufe mit verschiedensten PDF-Dokumenten und unterschiedlichen Strategien – es gab immer wieder Rückschläge, die dazu führten, dass ich von vorne beginnen musste. Und so wird sich die Entwicklung der App noch eine ganze Weile hinziehen. Aber ich bin zuverschtlich, dass es mir mit Hilfe von Codex (Chat GPT) gelingen wird, eine gute App zu entwickeln.
Fazit – Ebooks seelenlos?
Das Digitalisieren von Büchern ist ein umfangreicher Prozess, der allerlei Werkzeuge, Übung und Zeit erfordert.
Zudem kann es einem in der Seele wehtun ein altes Buch mit schönem Einband zu zerstören. Ich habe mir ein Buch aus dem Jahr 1949 von Herta Grandt gekauft (für 26 Euro bei booklooker). So ein schönes Buch zu zerschneiden kostet etwas Überwindung.
Manch einer würde vermutlich so weit gehen und es als eine Sünde bezeichnen. So ein Buch hat eine Geschichte. Wieviele Menschen haben es schon in den Händen gehalten? Was hat das Buch schon alles erlebt. Es hat eine Patina, die nach Geschichte riecht. Und das zerstören für ein seelenloses und digitales EPUB?
Ja, es gibt nunmal auch Freunde des Ebooks, zu denen ich gehöre. Ich bekenne mich dazu, Ebooks gegenüber der Papierversion vorzuziehen, da ich deutlich mehr lese seitdem ich einen Ebook-Reader habe. Und darauf kommt es an – das Leseerlebnis definiert jeder anders. Ich mag nunmal den Lesekomfort den ein Ebook bietet. Und inzwischen ist sogar meine Mutter eine Ebook-Leseratte, obwohl sie mit Computern, Internet und Digitalem überhaupt nichts am Hut hat.
Die Seele des Buches liegt im geschriebenen Text und nicht im Papier. Was anderes sind illustrierte Bücher. Mir geht es aber ausschließlich um Romane mit Text und ohne Illustrationen.
ABER: Wer so schöne Bücher bewahren möchte, kann das natürlich und das Buch zerstörungsfrei digitalisieren. Dafür gibt es Dienstleister, oder man macht es selbst. Für mich ist das zunächst (noch) keine Option, da es mir zu zeitaufwendig und umständlich ist.
Wer nur sehr verzeinzelt Bücher digitalisieren möchte, kann es auch ohne die Anschaffung einer großen Schneidemaschine – ganz einfach mit Lineal und Cuttermesser.
Der zeitaufwendigste und komplexeste Prozess ist und bleibt die Umwandlung von PDF zu EPUB. Da muss – trotz aller moderner Techniken – weiterhin viel manuell korrigiert werden; insbesondere dann, wenn man großen Wert auf Präzision legt.
Ich hoffe, Euch mit diesem Beitrag wertvolle Informationen geliefert zu haben. Bei Fragen oder Anmerkungen hinterlasst bitte einen Kommentar.
























