Das Wichtigste – die Skates

Mit dem Skaten habe ich angefangen, als der Hype bereits am Abflauen war: im Jahre 2004.

Ich hatte Glück. Die Skates, die ich mir in 2004 kaufte, passten mir von Beginn an perfekt. Ich habe diese Skates auch heute noch: K2 Velocity 4.0 in Schuhgröße 45 (ich habe normalerweise Größe 44).

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Der linke Schuh (zu erkennen an der fehlenden Bremse)

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Üblich sind 3 Verschlüsse: Schnürsenkel, Klettverschluss und Raster

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Die maximal nutzbare Rollengröße ist auf der Schiene aufgedruckt

Entscheidend beim Kauf von Skates ist die Frage, was für ein Typ Skater man ist. Möchte man sportlich unterwegs sein und möglichst schnell oder lieber auf Allroundqualitäten setzen?

Die Sportlichen tendieren eher zu Speedskates mit großen Rollen, härterem Rollengummi und oftmals auch den Verzicht auf eine Bremse (gebremst wird dann mit einer speziellen Technik mit Hilfe der Rollen, die man an einem Fuß quer zur Fahrtrichtung über den Asphalt schleifen lässt).

Es handelt sich bei meinen Skates um „normale“ Fitness-Skates. Ich zähle mich auch zu den Fitness-Skatern. Ich lege Wert auf eine Balance zwischen Ausdauersport und Genuss.

Wichtig ist es, dass man sich in dem Schuh wohl fühlt, ausreichend Halt hat und nichts scheuert oder drückt. Die Schiene an der die Rollen befestigt sind sollte zumindest aus Aluminium und nicht aus Kunststoff sein.

Und für den Fahrkomfort ganz wichtig sind die Rollen und die Kugellager. Bei den Rollen gibt es verschiedene Größen und Härtegrade. Wer neue Skates kauft, kann in aller Regel nicht wählen, welche Sorte Rolle die Skates haben soll. Es gibt aber möglicherweise spezielle Fachgeschäfte, die einen solchen Service anbieten. Das weiß ich nicht.

Mehr zum Thema Rollen, Kugellager und Bremsen ist weiter unten zu finden.

Der sportliche Anspruch – Pulsmessung, Aufzeichnung, Verzehr

Skaten ist sportlich sehr herausfordernd, insbesondere wenn es Strecken mit stärkerem Gefälle (> 3%) zu überwinden gilt. Um sicher zu gehen, dass man sich nicht übernimmt, sollte man beim Training darauf achten, dass man im richtigen Pulsbereich trainiert. Mehr dazu ist auf folgender Internetseite zu finden.

Es kommt mir nicht auf Speed an. Einen sportlichen Anspruch habe ich dennoch. Ich zeichne alle meine Skatetouren über GPS-Tracking auf und kontrolliere laufend meinen Puls. Dazu verwende ich eine einfache Pulsuhr von Polar (RS100) in Verbindung mit einem Brustgurt und Pulssensor (Polar H7).

Damit die Uhr auch über eine Jacke passt, gibt es von Polar ein Zubehörteil, welche das Armband deutlich vergrößert, wie auf u.s. Foto zu sehen. Man steckt die Uhr einfach in ein spezielles Klettband und schon passt die Uhr auch an eine Jacke, sodass man die Pulsdaten immer im Blick hat.

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Pulsmesser Polar RS100 in Klettarmband

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Pulsuhr, Brustgurt und Pulssensor Polar H7

Natürlich braucht man für die Aufzeichnung des Pulses einen Brustgurt sowie einen Sensor. Ich habe mir von Polar den Sensor H7 gekauft. Dieser kann über Bluetooth und über 5 kHz senden und ist zudem wasserdicht. Die Batterie CR2025 kann einfach selbst gewechselt werden. Ich habe mit diesem Sensor sehr gute Erfahrungen gemacht und kann ihn wärmstens empfehlen.

Das Smartphone immer dabei

Es stellt sich immer die Frage: Wie habe ich mein Smartphone schnell griffbereit? Insbesondere dann, wenn man neue Strecken testet und immer wieder mal einen Blick auf die Online-Karte werfen möchte.

Hierfür habe ich mich für ein etwas teureres System namens Quad Lock entschieden. Man kann das Smartphone über einen Dreh-Klick-Verschluss sehr schnell vom Armband abnehmen und auch schnell wieder befestigen. Für das Smartphone wird hierzu eine passende Hülle von Quad Lock genutzt. Das System besteht also aus 2 Teilen. Der Schutzhülle und dem Armband.

Ich kenne kein besseres System.

Quad Lock Run

Ausreichend versorgt mit Flüssigkeit und Nahrung

Auf langen Skatetouren, reicht eine Flasche Wasser oftmals nicht aus, insbesondere dann nicht, wenn es auch noch heiß ist. Ich habe mich daher für den Kauf eines kleinen und leichten Rucksacks (Deuter Speedlite 15) entschieden, den man mit einer Trinkblase ausstatten kann. Der Vorteil gegenüber einem „Trinkrucksack“ ist, dass man hier noch andere Utensilien wie Proviant und eine Jacke unterbringen kann. Ein reiner Trinkrucksack hat oftmals lediglich nur ein Fach für kleine Gegenstände, wie Schlüsselbund, etc.

Deuter Speedlite 15 – Sehr leicht und kompakt

Beim Kauf einer Trinkblase habe ich Lehrgeld bezahlt. Die erste Trinkblase von Mc Kinley hatte die Eigenschaft, dass das Wasser nach einer Weile extrem bitter nach Plastik schmeckte, sodass ich diese als Verlust verbuchte und mir eine andere Blase der Firma Camelbak (Antidote Reservoir, 3l) zulegte, bei der das Wasser zwar auch nicht so gut schmeckt wie aus einem Glas aber deutlich besser als bei der Trinkblase von Mc Kinley.

Trinkblase Antidote 3l

Der Nachteil bei der Verwendung einer Trinkblase ist die relativ aufwendige Pflege. Bei längerer Nichtnutzung muss die Blase und der Schlauch gut austrocknen, sodass sich kein Schimmel bilden kann. Es gibt zwar spezielle Reinigungssets, aber dennoch ist die Prozedur der Reinigung und Trocknung relativ zeitaufwendig. Ich reinige meine Trinkblase nicht. Ich lege sie einfach samt Schlauch und Mundstück ins Gefrierfach als Alternative zum Reinigungs- und Trocknungsprocedere. Gefrorenes Wasser bleibt frisch und kann keinen Schimmel bilden. Ich verwende diese Methode schon länger, und dem Material scheint das nicht zu schade.

Sicherheit

Wer skatet wird früher oder später auch mal stürzen. Das gehört schon fast dazu. Zumindest ist es bei mir so, dass es hin und wieder vorkommt, dass ich stürze. In den meisten Fällen gehen meine Stürze glimpflich aus. Da ich mir beim letzten Sturz zwei Finger gebrochen habe, habe ich mir vorgenommen, das Fallen intensiv zu üben. Mehr dazu siehe weiter unten.

Schutzausrüstung – Schoner und Helm

Folgende Schutzausrüstung sollte stets angelegt werden bevor es losgeht:

  • SCHUTZHELM – SCHON FAST PFLICHT! NIEMALS OHNE HELM!!! Ich bin schon mehrfach mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen und hatte dank des Helms dadurch bisher keine Kopfverletzungen. Manch einer wird sich sagen, dass ihm/ihr das nicht passieren wird. Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten, aber es geht schneller als man denkt. Auch ich weiß nicht, wie es passieren konnte, dass ich bei manchen Stürzen mit dem Kopf auf dem Asphalt aufgeschlagen bin.
  • Handgelenkschoner
  • Knieschoner
  • Ellenbogenschoner

Als Schutzhelm kann man natürlich auch einen Fahrradhelm verwenden. Ich habe mich für einen Helm von Uvex (Quatro) entschieden, da man an diesem Helm ganz einfach eine Helmlampe anbringen kann, wie im nächsten Kapitel erläutert.

Welche Schoner sind zu empfehlen?

Ich empfehle Schoner, in die man hineinschlüpft, da diese eine zusätzliche Sicherheit gegen Verrutschen bieten. Sie haben jedoch den Nachteil, dass man sie nicht so leicht an- und ablegen kann wie Schoner, die man lediglich anlegt und dann mit einem Klettband verschließt.

Auf dem folgenden Foto sind zwei Knieschoner zu sehen. Der linke Schoner hat zwei fest anliegende Gummibänder, die man nicht lösen kann, sodass man in den Schoner hineinschlüpfen muss. Der Schoner ist zusätzlich mit zwei verstellbaren Klettbändern ausgestattet, sodass man einstellen kann, wie fest der Schoner anliegen soll. Den rechten Schoner legt man an und schließt ihn mit zwei Klettbändern.

links: Schoner zum Hineinschlüpfen

Ich spreche hier aus Erfahrung. Der linke Schoner ist mir nie verrutscht und hat meine Knie stets gut geschützt. Dann kaufte ich mir neue Schoner zum leichten Anlegen. Der rechte Schoner ist mir bei einem Sturz verrutscht, sodass ich mir das Knie aufgeschürft habe. Seitdem verwende ich wieder die Schoner zum Hineinschlüpfen. Sicherheit ist mir dann doch wichtiger als Bequemlichkeit.

Sehen und gesehen werden

Skater werden aufgrund der schmalen Silhouette schnell mal übersehen. Es bleibt leider nicht aus, dass man als Skater auch mal die Straße mit Autofahrern teilen muss. Da ist es von Vorteil, wenn man leicht gesehen wird. Eine neongelbe Warnweste kann da schon viel bewirken. Am Besten man kauft diese in einer Abteilung für Autozubehör. Ich habe meine Warnweste für weniger als 3,00 Euro beim ADAC gekauft.

Wenn man eine spezielle Warnweste, z.B. für Radfahrer kauft, ist diese teurer – aber nicht besser.

Bei Dämmerung und Dunkelheit reicht eine Warnweste alleine nicht mehr aus. Zum einen möchte man selbst den vor einem liegenden Weg bzw. Straße besser sehen und zum anderen schnell von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden.

Ich empfehle die Verwendung einer Helmlampe, die leicht am eigenen Helm anzubringen ist, ausreichend hell ist und über einen starken Akku verfügt.

Ich habe mich für eine Helmlampe von Sigma entschieden (Buster 600 HL). Diese Lampe ist mit 600 Lumen sehr leuchtstark und leicht an meinem Helm zu befestigen. Sie verfügt über 6 verschiedene Leuchtmodi (Power, Standard, Eco, Flash, Stroboskop und SOS). Im Ecomodus mit 200 Lumen (bei Dunkelheit vollkommen ausreichend) hat der Akku eine Ausdauer von 13 Stunden, im Standardmodus (zu empfehlen bei Dämmerung) mit 400 Lumen immerhin noch 5 Stunden und im Powermodus mit 600 Lumen maximal 2 Stunden.

Die Buster 600 HL ist kompakt, sehr hochwertig und stabil verarbeitet und zudem wasserdicht. Aufgeladen wird der nicht wechselbare Akku über einen Micro-USB-Anschluss.

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Befestigungsvorrichtung für die Helmlampe

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Montierte Helmlampe Sigma Buster 600 HL

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Die Lampe kann leicht geneigt werden, sodass sie Wege und Straßen optimal ausleuchtet

Auch die Rückseite des Helmes habe ich mit einer Lampe, quasi einer Rückleuchte, versehen – für das Gesehenwerden verwende ich eine Sigma Micro in rot, die sehr einfach an meinem Helm montiert werden kann. Die Leuchte wird mit  zwei wechselbare Knopfzellen (CR 2032) betrieben und verfügt neben einer permanenten Beleuchtung auch über einen Blinkmodus. Mit den beiden Knopfzellen soll die Leuchte ca. 50 Stunden betrieben werden können.

Am Helm montierte Sigma Micro LED

Am Helm montierte Sigma Micro LED

Den Möglichkeiten sich noch auffälliger auszustatten sind keine Grenzen gesetzt. So gibt es z.B. noch beleuchtete Bänder für das Anbringen an Armen oder Beinen. Und beleuchtete Skaterollen gibt es ebenfalls.

Es gibt sogar einen speziellen Shop für Skate Beleuchtung:

http://www.inliner-licht.de

Sicher fahren und bremsen sowie richtig fallen

Die Sicherheit endet nicht mit einer vollständigen Ausrüstung. Eine wichtige Rolle spielt natürlich die Fahrweise, die Übung, die Sensibilität gegenüber Gefahren u.v.m.

Als Anfänger schadet es sicher nicht, einen Kurs zu besuchen in dem, neben dem Fahren und Bremsen, idealerweise auch das richtige Fallen geübt wird. Nach meinem üblen Sturz mit gebrochenen Fingern habe auch ich mir vorgenommen, das Fallen zu üben.

Natürlich sollte man erstmal in der Lage sein richtig zu bremsen. Viele Anfänger tun sich damit schwer. Dabei ist das Bremsen mit den Bremsstoppern ganz einfach. Wichtig ist, dass man sein Gewicht beim Bremsen nach vorne verlagert, leicht in die Hocke geht und den Fuß soweit nach hinten kippt, dass der Bremsstopper auf dem Asphalt kratzt und diesen dann kräftig gegen den Asphalt drückt.

Man sollte nach jeder Fahrt den Bremsstopper auf Verschleiß überprüfen und sicher stellen, dass noch genug Gummi vorhanden ist. Am Besten, man kauft sich frühzeitig einen Ersatzbremsstopper. Der Kostenpunkt liegt bei K2 in etwa bei 6-7 Euro.

Richtig fallen kann man lernen

Idealerweise fällt man natürlich gar nicht! Aber falls es doch mal passiert, sollte man versuchen nach vorne zu fallen, und zwar in folgender Reihenfolge:

  • Erst auf die Knie (natürlich mit Schoner)
  • dann auf die – ebenfalls geschützten – Ellenbogen und zeitgleich
  • auf die Hände, deren Gelenke dank Handgelenkschoner nicht so leicht brechen können. Wichtig hierbei ist es, die Finger auszustrecken und nicht zu krümmen. Sonst passiert es schnell, dass man sich die ungeschützten Finger bricht.

Wenn wir fallen, dann reagieren wir blitzschnell und intuitiv. Wir denken dann nicht nach, schon gar nicht an eine richtige Fallreihenfolge. Daher empfiehlt es sich das Fallen hin und wieder auf einer weichen Wiese  zu üben, sodass sich die Reihenfolge intuitiv einprägt.

Nach hinten zu fallen ist nicht zu empfehlen. Man landet dann meistens auf dem ebenfalls ungeschützten Steißbein, was auch sehr schmerzhaft sein kann. Wer ganz sicher gehen will, kann sich eine gepolsterte Sporthose anschaffen.

Gepolsterte Shorts von Powerslide

Und hier einige YouTube-Videos, die zeigen, wie man richtig fällt.

Erkennen von Gefahren

Oftmals führen Schlaglöcher, sonstige Unebenheiten, Gegenstände auf der Fahrbahn (Steinchen, Stöckchen, etc.) oder Glätte (z.B. feuchtes Laub oder eine nasse Oberfläche) zum Fall.

Daher ist es wichtig stets ein Auge auf die Fahrbahn zu haben.

Vorsicht ist geboten bei:

  • Nässe
  • Schmutz, z.B. durch Landwirtschaft
  • Reparierter Asphalt –  besonders an den Rändern können gummiartige Materialien (s. Bild unten) vergossen sein, die zu einer Vollbremsung mit unvermeidlichem Sturz führen können! An warmen Tagen werden diese Fugen so weich, dass die Rollen darin förmlich versinken. Wenn man schon über solche Stellen skatet, dann niemals parallel zur Fuge, sondern stets quer zur Fuge – und selbst dann sollte man aufpassen. Am besten, man prüft ein paar Fugen in einem Gebiet. Denn oftmals treten diese weichen Stellen verstärkt in bestimmten Gebieten auf.
  • Sand und Laub
  • Steinchen / Stöckchen, die sich zwischen Skaterolle und Schiene verkanten können und ein Blockieren der Räder verursachen können.
  • Dehnfugen auf Brücken
  • Querrinnen
  • Bahnübergänge und Straßenbahnschienen
  • Schlaglöchern
  • Von Baumwurzeln hügelig verformter und rissiger Asphalt
  • Fugen zwischen Betonplatten (oft anzutreffen auf Feldwegen)
  • Kopfsteinpflaster

Vorsicht vor gummiartigen Fugen im Asphalt!

Einen freien und abschüssigen Streckenabschnitt möchte man am liebsten in voller Geschwindigkeit bergab sausen. Davon ist abzuraten, wenn die Fahrbahn nicht absolut sauber und tadellos beschaffen ist. Dann setzt man doch besser hin und wieder den Bremsstopper ein, um im Falle eines Falles nicht arg zu doll aufzukommen.

Nach einem Regenguss rutschen die Rollen schnell weg. Hier muss man erstmal ein Gefühl entwickeln, um dennoch halbwegs sicher unterwegs zu sein.

Ansonsten gelten natürlich die gleichen Sicherheitshinweise wie beim Fahrradfahren, wie z.B.:

  • Keine Verwendung von Kopfhörern, sodass man Fahrradklingeln und andere Verkehrsteilnehmer besser wahrnehmen kann.
  • Immer damit rechnen, dass ein Auto aus einer Seitenstraße oder -weg auftaucht und der Fahrer einen übersieht.
  • Sich stets darüber bewusst sein, dass man gegenüber den meisten anderen Verkehrsteilnehmern der „Schwächere“, am wenigsten geschützte Verkehrsteilnehmer ist und ein Unfall verheerende Folgen haben kann.
  • Dafür sorgen, dass man gut sehen und gut gesehen werden kann.
  • In regelmäßigen Abständen die Ausrüstung (Rollen, Bremsen, Schoner, etc.) auf Abnutzungserscheinungen und/oder Beschädigungen überprüfen und Batterien/Akkus von Lampen tauschen bzw. aufladen oder Ersatzbatterien mitführen.

Inlineskating Schulen

Verschleißteile – Rollen, Kugellager und Bremsstopper

Gleichmäßigen Verschleiß der Rollen sicher stellen

Wenn die Rollen stark einseitig abgenutzt sind, müssen sie untereinander getauscht werden. Denn die äußeren Rollen nutzen sich deutlich stärker ab als die inneren; daher sind auch die äußeren Rollen als Gradmesser für einen Tausch maßgebend.

Prinzip des Rollentauschs

Prinzip des Rollentauschs

Die Abbildung zeigt, wie die Rollen zu tauschen sind. Es ist dabei zu beachten, dass die Fahrtrichtung der Rollen beibehalten bleibt, die Rollen also beim Tausch nicht gedreht werden sollen.

Wie oft man die Rollen tauschen muss, lässt sich pauschal nicht sagen. Das hängt natürlich stark von der eigenen Fahrweise ab und auch davon, ob man viel Strecken mit starkem Gefälle oder überwiegend ebene Strecken fährt. Wenn die vorderen Rollen eine starke einseitige Abnutzung aufweisen, ist es mal wieder Zeit für einen Tausch. Ich tausche meine Rollen spätestens alle 120 km.

Hier ist ein Rollentausch erforderlich (starke einseitige Abnutzung)

Neue Rollen

Wenn die Rollen zu stark abgenutzt und schon deutlich runter gefahren sind, ist ein Neukauf erforderlich. Bei mir ist dies nach spätestens 600 km der Fall.

Ich tausche dabei auch stets die Kugellager samt Spacer. Weil es so schön bequem ist, kaufe ich komplett montierte Rollen, die ich nur noch aufzuschrauben brauche.

Die maximal verwendbare Rollengröße ist oftmals auf der Schiene angeschrieben. Meine Skates wurden z.B. mit einer Rollengröße von 78mm verkauft. Da ich bis zu 80mm Rollengröße verwenden kann, kaufe ich natürlich lieber die größeren Rollen.

Beim Härtegrad der Rolle gilt: je höher der Härtegrad, desto härter die Rolle. Für das „normale“ Fahren über Feld- und Radwege empfiehlt sich ein Härtegrad zwischen 78 und 85, wobei 78 bessere Dämpfungseigenschaften hat, dafür aber langsamer ist und schneller verschleißt als die Rolle mit einem Härtegrad von 85.

Ich persönlich kaufe stets Rollen mit einem Härtegrad von 82 und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Weiterhin muss man wissen, welchen Achsendurchmesser man braucht. Üblich sind Achsendurchmesser von 6mm und 8mm. K2 haben in aller Regel 6mm, und die anderen Hersteller oftmals 8mm.

Wie man nun sicher feststellen kann, welche Achsengröße die Rollen haben müssen, empfehle ich die Lektüre des folgenden Artikels.

Kugellager und Spacer

Die Qualität der Kugellager bestimmt über die Laufeigenschaften der Rolle. Es gibt hier verschiedene Angaben, welche die Qualität bestimmen, wie z.B. der sogenannte ABEC- oder auch der ILQ-Standard. Je höher die Zahl desto hochwertiger das Lager. So ist ABEC 7 besser als ABEC 5 – vorausgesetzt es handelt sich um den selben Hersteller. Denn ein ABEC 7-Lager eines Herstellers kann schlechter sein als ein ABEC 5-Lager eines anderen Herstellers. Denn es kommt auch auf die Qualität der Lagerfettung an.

Der Spacer ist kein Verschleißteil. Er füllt lediglich die Lücke auf, die zwischen den beiden Lagern entsteht und sorgt dafür, dass sich die Lager nicht verschieben können.

Mehr zum Thema erfährt man auf folgender Seite.

Neue Bremsstopper

Den richtigen Bremsstopper zu finden, ist deutlich einfacher als die richtigen Rollen. Denn hier gibt es im Allgemeinen keine verschiedenen Versionen. Bei K2 gibt es meines Wissens nur 2 Stoppertypen, die leicht voneinander zu unterscheiden sind. Dann gibt es lediglich noch die Wahl der Farbe: grau oder schwarz. Die grauen Bremsstopper sind für Hallenböden gedacht, da diese keine Bremsspuren auf den Hallenböden hinterlassen.

Wann ein Tausch des Bremsstoppers erforderlich ist, ist leicht zu erkennen. Er sollte an der dünnsten Stelle noch 3mm „Fleisch“ haben. Wenn viel Strecken mit starkem Gefälle fährt, ist es besser noch mehr Reserve zu haben.

Bezugsquellen

Skaterollen, Kugellager, Spacer und Bremsstopper sind in aller Regel auch überall da erhältlich wo Inlineskates verkauft werden; in Kaufhäusern jedoch leider oftmals mit sehr wenig Auswahl. Besser man kauft die Rollen in einem speziellen Fachgeschäft oder im Internet.

Fachgeschäft im Großraum Frankfurt – Rhein/Main

https://www.skateshop.de in Seeheim-Jugenheim (auch Online-Shop)

Onlineshops

Sonstiges Zubehör

Was braucht man noch zum Skaten? Gutes Wetter und guten Asphalt. Beides ist jedoch nicht zu kaufen.

Mir fällt noch etwas ein. Einen Rucksack, in dem man seine Skates samt Ausrüstung unterbringen kann! Und wozu soll das gut sein? Naja, ich finde es z.B. schon praktisch, mit der gesamten Ausrüstung in einem Rucksack morgens mit der S-Bahn zur Arbeit zu fahren und nach Dienstschluss nach Hause zu skaten.

Es gibt nur sehr wenige Rucksäcke in die 2 Skateschuhe samt Helm, Schoner und Kleidung passen und die Reißverschlüsse des Rucksacks dann auch noch ohne Probleme zu gehen.

Ich habe meinen Favoriten in einem Rucksack von Powerslide gefunden, der sich Phuzion nennt.

In den Powerslide Phuzion passt meine gesamte Skateausrüstung rein

Allgemeine Informationen

  • Sehr schön aufbereitete Information als PDF-Datei der Deutschen Verkehrswacht
  • Informationen der Unfallkasse als PDF
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